Themenwoche: Anonyme Bewerbungen – Die Gegner

Pflicht ist keine Lösung!

Es ist nicht schön, aber es ist eine Tatsache: Menschen haben Vorurteile. Auch Menschen mit Personalverantwortung. Das manche dieser Vorurteile sich als Diskriminierung auswirken können, ist traurig. Es ist aber weltfremd zu glauben, man könnte hartgesottene Ignoranten durch verpflichtende Regelungen zwingen, Ihre Vorurteile abzulegen. Spätestens bei einem persönlichen Gespräch würden sich diese Vorurteile erneut Bahn brechen, und damit einfach nur zu einem späteren Zeitpunkt die Entscheidung in eine andere Richtung lenken.

Anonymisierte Bewerbungen verkomplizieren die Arbeit von Personalverantwortlichen erheblich und erzeugen neue Probleme. Fehlende Angaben könnten neue Vermutungen und falsche Rückschlüsse auslösen. Personalverantwortliche müssten möglicherweise „pro forma“ zahlreiche überflüssige Bewerbungsgespräche führen,  und der gesamte Bewerbungsprozess könnte viel mehr Zeit und Kosten in Anspruch nehmen. Gefährlich ist es zudem, wenn Unternehmen solche die anonymisierte Bewerbung als reine Image-Maßnahme missbrauchen. Wer Diskriminierung bekämpfen und verhindern will, muss auf andere Weise an seiner Unternehmenskultur arbeiten. Die anonymisierte Bewerbung ist keine Lösung.

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