Themenwoche “Burnout”: Woran erkenne ich ein Burnout?

Burnout kann jeden treffen: Schüler, Studenten, Berufstätige, Führungskräfte, Arbeitslose
– unabhängig also von Alter und Geschlecht. Burnout ist ein schleichender Prozess und wird nicht plötzlich aus heiterem Himmel auftreten. Der Verlauf ist von Mensch zu Mensch verschieden – ebenso die Symptome. Es gibt also kein allgemein gültiges Schema für die „Burn-down-Spirale“!

Für Betroffene selbst ist es schwierig, die eigene Situation zu beurteilen. Deshalb ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Charakteristisch für das Burnout-Syndrom sind folgende 4 Phasen:

1. Enthusiasmus
Diese Phase ist gekennzeichnet von Idealen, Begeisterung, Überengagement und teils unrealistischen Erfolgserwartungen. Der eigene Selbstwert und das emotionale Wohlbefinden werden eng an den beruflichen Erfolg gekoppelt, eigene Bedürfnisse und Sorgen werden hinten angestellt. In dieser Phase herrscht von Betroffenen Unverständnis gegenüber Menschen, die auf dieses euphorische Verhalten hinweisen, da sich die Betroffenen ja gut, eigentlich sogar großartig fühlen und die Gefahr des Ausbrennens ignorieren.

2. Stagnation
Der „Burn-down“-Prozess nimmt seinen Lauf: Es beginnt ein gewisser Stillstand, nachdem die erste Welle der Begeisterung verebbt ist. Hier kommt es zu ersten Erfahrungen mit eigenen Grenzen, die Diskrepanz zwischen erhofften und erreichbaren Zielen wird deutlich. Man nimmt erstmals auch kleinere und größere Ärgernisse zur Kenntnis, die in der ersten Zeit eher ausgeblendet wurden. Trotzdem sind die erlebten Enttäuschungen noch nicht Motivation genug, um an grundlegende Änderungen zu denken. Wenn Veränderung erwogen wird, dann höchstens durch verstärkten Einsatz bzw. durch neue Arbeitsstrategien.

3. Frustration
Jetzt wird es bedrohlich: Die eigene Einflusslosigkeit und die systembedingten Beschränkungen werden deutlich. Ein Gefühl der Machtlosigkeit, unabhängig von der Position des Betroffenen, steht im Vordergrund. In diesem Stadium liegt der günstigste Zeitpunkt zum Ausstieg aus dem Burnout, da das Gefühl von Desillusionierung und die hier auftretenden psychosomatischen Beschwerden einen starken Leidensdruck zur Folge haben.

4. Apathie / Zusammenbruch
Apathie ist die zunehmende emotionale Entfremdung, eine Gleichgültigkeit gegenüber Mitmenschen, beruflich wie privat, und den früheren Arbeitszielen. Ein Teufelskreis ist entstanden, dem man alleine nur selten entkommt. Alkohol, Aufputsch- oder Beruhigungsmittel – Drogen sind nicht selten im Einsatz. Der Zusammenbruch physisch / psychisch ist nicht mehr abzuwehren. Hier ist die höchste Alarmstufe erreicht – es besteht Suizidgefahr!

Lassen Sie es nicht so weit kommen! Nehmen Sie rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch.

Einerseits braucht es Mut, sich Themen zu widmen, die Ihnen das Leben schwer machen, Sie im Weitergehen blockieren, sich dem ausgetretenen Pfad, den man täglich geht, bewusst zu werden bzw. mal genauer anzuschauen. Ganz ehrlich – wie viel Lebensfreude und Lebensenergie bleibt da auf der Strecke.
Ein hoher Preis, der hier fürs Aushalten bezahlt wird …

Andererseits kommen immer mehr Menschen in Sinn-Krisen oder werden vom Leben so sehr gerüttelt, dass ein Hinschauen auf die eigenen Themen unausweichlich wird.

Drücken Sie jetzt die Stopp-Taste, um aus dem Teufelskreis von Hetze, Druck, Stress und Angst auszusteigen. Nutzen Sie z.B. ein Intensiv-Coaching, um das Leben mit Power, Freude und Leichtigkeit zu genießen.

Kennzeichnend für ein Burnout-Syndrom sind

Emotionale Erschöpfung
Dieser Symptomenbereich umfasst eine ganze Reihe körperlicher Beschwerden wie
Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Appetitmangel, Krankheitsanfälligkeit, Gewichtsverlust oder -zunahme. Der Betroffene ist ständig müde, leidet aber dennoch an Schlafstörungen und hat oft ein vermindertes sexuelles Verlangen. Man fühlt sich insgesamt erschöpft, ausgelaugt und körperlich unwohl. Die Beschwerden sind aber diffus und wechselnd und oft nicht mit Sicherheit durch medizinische Untersuchungsergebnisse belegbar.

Depersonalisierung
Diese ist gekennzeichnet durch eine negative zynische Einstellung gegenüber anderen Menschen. Daraus resultierende Schuldgefühle führen zum sozialen Rückzug, Vermeidungsverhalten und Reduzierung der Arbeitsleistung. Die oft sehr ausgeprägten negativen Gefühle in der – früher als so erfüllend erlebten – Arbeit führen dazu, dass sich die Betroffenen mit Selbstvorwürfen quälen. Sie tun nur noch das Allernötigste und schotten sich im sozialen Bereich immer mehr ab. Gerade dieser Rückzug ins eigene seelische Schneckenhaus, der sich auch auf die eigene Familie erstrecken kann, erschwert aber das Ausbrechen aus dem Teufelskreis des Burnout.

Leistungsunzufriedenheit
Durch die Erfahrungen mit beruflicher Machtlosigkeit, fehlender Anerkennung oder konkreter Überforderung sinkt nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der meist sehr widerwillig geleisteten Arbeit.

 


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